Neubau Produktionsanlage

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BauherrenschaftHTB Hoch- und Tiefbaustoffe GmbH & Co. KG
HOAILeistungsphase 01 – 09
Bausumme netto (300/400)9.000.000 €
Baustelle2017 – 2026

Das Projekt stellte hohe technische und organisatorische Anforderungen und umfasste sämtliche Gewerke der KG 400 auf Ebene 3. Geplant und realisiert wurde eine hochautomatisierte Produktionsstätte für Betonfertigteile, Elementwände und Elementdecken. Besonderes Augenmerk lag auf der komplexen Förder- und Mischtechnik der Anlage. Die Firma Nisbau lieferte den Mischturm, die Siloanlagen sowie das außergewöhnliche Befüllungssystem. Die Materialförderung erfolgt dabei nicht klassisch über Schaufelwerke, sondern über ein innovatives Schlauchquetschsystem, bei dem das Fördergut zwischen zwei zusammengepressten Schläuchen transportiert und anschließend auf acht Kammern verteilt wird. Auch die Zuschlagstoffbeschickung wurde unkonventionell gelöst – anstelle eines Bodengrabens wird ein Auffangtrichter direkt per LKW beladen, woraufhin sich die gesamte Anlage anhebt und das Material auf das Förderband übergibt.

Im Zentrum der Anlage steht ein moderner Doppelwellenmischer neuester Generation. Der fertige Beton wird anschließend über Kübelbahnen in die Elementfertigung transportiert und dort robotergestützt verteilt. Weitere Automatisierungsschritte erfolgen über robotische Stabbewehrungsleger sowie automatisierte Schalungsmagnet-Systeme. Dadurch kann mit lediglich einem Drittel des üblichen Personalaufwands die vierfache Produktionsmenge erzielt werden.

Zusätzlich wurden das komplette Heizsystem inklusive Heizregallager und Mischturmheizung, sämtliche Schaltische und Schalungen sowie die Krananlagen geplant. Ebenso umfasste die Planung die gesamte Elektro-, Netzwerk- und Beleuchtungstechnik. Ein weiterer technischer Schwerpunkt war ein Drehhebetisch, mit dem 12 x 3 Meter große Paletten übereinander gedreht werden können, wodurch die wirtschaftliche Herstellung von Doppelwandelementen ermöglicht wird.

Zur nachhaltigen Prozessführung wurde außerdem eine Recyclinganlage zur Aufbereitung von bis zu 90 % des Produktionswassers integriert. Ergänzend erfolgte die Planung einer Fließmittelstation sowie einer Kunststofffaser- und Stahlfaserdosiereinrichtung zur Optimierung der Betonrezepturen.